Karpfen (Cyprinus carpio)

Wie der Karpfen deinen Köder sieht

Welche Köderfarbe der Karpfen wirklich sehen kann, in deiner Tiefe und in deinem Wasser. 4 Zapfentypen, Maximum 620 nm. Kontrast für 54 Farben, sortiert.

Cyprinus carpio

An dieser Art gemessen UV lässt sich nicht darstellen

Die Zapfenmaxima sind direkte Messungen an dieser Art. Der Rest des Modells — Wasseroptik, Kontrast, Erkennungsentfernung — bleibt eine Schätzung, und nichts davon sagt voraus, ob ein Fisch zubeißt. Diese Art hat einen UV-Zapfen: Etwa 89 % der Empfindlichkeit dieses Zapfens liegen unter 400 nm, wo ein Handybildschirm dir nichts zeigen kann. Der UV-Kanal wird in einer erklärten Falschfarbe gezeichnet. Ihre Netzhaut nutzt das Chromophor A2 (Porphyropsin), das die Empfindlichkeit für lange Wellenlängen deutlich weiter ins Rote schiebt, als eine A1-Netzhaut es täte. Viele Süßwasserfische verschieben das A1/A2-Verhältnis mit Jahreszeit und Temperatur, die tatsächliche Empfindlichkeit wandert also übers Jahr. Der Karpfen ist einer der ganz wenigen Fische, deren Farbsehen im Verhalten bewiesen statt erschlossen wurde: Neumeyer zeigte, dass er tatsächlich vier Kanäle nutzt.

Spektrale Empfindlichkeit

Zapfenmaxima λmax Chromophor
UV 365 nm A2
Kurz 450 nm A2
Mittel 530 nm A2
Lang 620 nm A2
Stäbchen 525 nm A2

Die Stäbchen arbeiten in der Morgen- und Abenddämmerung und nachts — also dann, wenn am meisten geangelt wird.

89 % der Empfindlichkeit des UV-Zapfens dieser Art liegen unter 400 nm, außerhalb von allem, was ein Bildschirm zeigen kann.

Ködertabelle

Sortiert danach, wie stark sich jede Farbe für der Karpfen unter diesen Bedingungen abhebt. — Gefärbt, 3 m.

Farbe Kontrast Sichtbar ab Sicht des Fisches
1 Weiß
96
1.4 m Jetzt kaufen
2 Chartreuse / Weiß Fluoreszierende Oberfläche
94
1.4 m Jetzt kaufen
3 Nachleuchtend Nachleuchtend — nicht modelliert
93
1.4 m Jetzt kaufen
4 Chartreuse Fluoreszierende Oberfläche
92
1.4 m Jetzt kaufen
5 Knochen
92
1.4 m Jetzt kaufen
6 Silber holografisch Metallische Oberfläche
89
1.4 m Jetzt kaufen
7 Clown
85
1.4 m Jetzt kaufen
8 Sexy Shad
85
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9 Gelb
85
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10 Pink / Weiß Fluoreszierende Oberfläche
84
1.4 m Jetzt kaufen
Hebt sich am wenigsten ab
Violett
0
53 cm
Junebug
0
49 cm
Schwarz
0
45 cm
Violett / Schwarz
0
45 cm

Kontrast angegeben bei 66 cm Betrachtungsabstand. · Licht, das hier am besten durchkommt: 640 nm

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UV lässt sich nicht darstellen — Diese Art hat einen UV-Zapfen, und ein Handybildschirm kann kein Ultraviolett abstrahlen. Der UV-Kanal wird in einer erklärten Falschfarbe gezeichnet. Beachte außerdem: UV wird unter Wasser schnell verschluckt und ist in huminstoffreichem Wasser nach wenigen Zentimetern weg.

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Was dieses Wasser durchlässt

Deutlich gefärbt. Eine weiße Scheibe ist bei etwa 1,3 m verschwunden.

1 m 3 m 9 m 400450500550600650700
K_d ist die diffuse Schwächung des herabfallenden Lichts; c ist die Strahlschwächung entlang der Sichtlinie. Die beiden zu verwechseln ist der klassische Fehler in diesem Feld.

Wassertypen

Gefärbt Algenblüte Trüb Leicht gefärbt

Zielarten

Glasaugenbarsch Sander vitreus Forellenbarsch Micropterus salmoides Zander Sander lucioperca Rotauge Rutilus rutilus Schlangenkopffisch Channa spp. Blauer Sonnenbarsch Lepomis macrochirus Hecht Esox lucius Muskellunge Esox masquinongy

Fragen, die wirklich gestellt werden

Sieht der Karpfen Farben?

Ja. Die Art hat 4 Zapfentypen mit Maxima bei 365 nm, 450 nm, 530 nm, 620 nm. Das ergibt 3 Farbdimensionen gegenüber 2 beim Menschen.

Woher stammen diese Daten?

Direkte Mikrospektrophotometrie, ERG oder verhaltensbasierte spektrale Empfindlichkeit für diese Art.

Quellen

Rechner öffnen · Methode und Quellen